Cross-Country-Travel macht an

Bekannte, die mich einige Monate nicht gesehen haben, begrüßen mich in aller Regel mit den Worten: "Wo warst du wieder?" oder "wo geht's denn diesmal hin?"

Die Fragen gelten meiner Neigung, den Alltag zuweilen gegen ein wenig Abenteuer einzutauschen.

Wie ordentlich ist doch im Berufsalltag alles geregelt. Der Computer erinnert durch "Klingeln" an Termine, die Sekretärin bestellt die Flugtickets, Kunden und Seminarteilnehmer erwarten mich am vereinbarten Ort und wenn ich von einer Geschäftsreise zurück komme, steht der Wagen aus der Inspektion gewaschen vor der Tür.

Ich gestehe, mindestens einmal im Jahr muss ich aus diesem Trott, möchte Grenzerfahrungen erleben, unvorhergesehene Situationen bewältigen.

Nach Fallschirmspringen, Rafting durch die Stromschnellen des Colorado, Reiten und Trekking durch den kanadischen Wald, Afrikasafaris im Jeep und zu Fuß und Tauchen im Indischen Ozean, reizte mich der Gedanke, mit einem eigenen Fahrzeug Strecken zu bewältigen, die von den meisten Menschen gemieden werden.

Nach einer Reihe "normaler" Offroad-Veranstaltungen und meiner ersten Wüstenrallye durch die Sahara im Oktober 1995, bei der mein Beifahrer und ich überraschend den 3. Platz in unserer Fahrzeugklasse gewinnen konnten, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, im Mai 1996 die Transsylvania zu fahren, die in dem Ruf steht, die "härteste Trophy" der Welt zu sein und im Reich Draculas stattfindet. Gewiss, die Camel Trophy ist bekannter, die Transsylvania aber sucht die Grenzen für Mensch und Technik in jeder Minute. Erholung in den Etappen lässt sie einfach nicht zu.

Mittlerweile habe ich mit verschiedenen Fahrzeugen an zahlreichen Trophy- und Offroad-Veranstaltungen teilgenommen.

Fernreisen, teilweise mit Expeditions-Charakter, plane ich selbst und führe sie mit einem "harten Kern von Freunden" und "Fernwehkranken" durch.

Die über Jahre wohl oder übel gesammelten Erfahrungen habe ich mir zu Herzen genommen und daraus eine Expeditionsausrüstung zusammengestellt, die mancher professionelle Fernreiseanbieter nicht aufzubieten hat.

Da oftmals unerforschte Gebiete, weitab von menschlichen Ansammlungen oder Brunnen befahren werden, bietet ein modernes und technisch sinnvolles Equipment die nötige Sicherheit.

GPS-Geräte, CB- und UKW-Funk sind genauso selbstverständlich, wie Wasseraufbereitung, Stromaggregat oder Satelliten-Telefon, von notwendigen Medikamenten und medizinischer Notfallversorgung ganz abgesehen.

Dass wir mit genügend Verpflegung, Wasser, Treibstoff und Ersatzteilen "outdoor" gehen, versteht sich von selbst.

Mit welcher mickrigen Ausstattung, unzureichendem Wasservorrat und altersschwachen Fahrzeugen so manche nach Afrika rödeln, lässt nur den Schluss zu, dass sie nicht abenteuerlustig, sondern lebensmüde sind.

Sie suchen, so scheint mir, das Abenteuer nicht in der Wüste, sondern in der Beantwortung der Frage, "bricht mein Auto wirklich schon bei starkem Seegang auf der Fähre nach Tunis auseinander?" So muss Urlaub Spaß machen.

Für die Offroad- und Adventure-Aktivitäten habe ich mir im Laufe der Zeit einen kleinen Hobby-Fuhrpark zugelegt, der für Afrikareisen auch von meinen Freunden und Globetrottern genutzt wird.

Gern lassen wir uns auf unseren Afrika- und Asien-Reisen von Mitreisenden in unseren Fahrzeugen und Mitfahrern in eigenen Geländewagen begleiten.

Vor jeder Tour treffen sich alle Reisepartner ein- bis zweimal um wichtige Dinge abzusprechen und zu schauen, ob die Chemie auch stimmt.

Derzeit geplante Touren findet Ihr hier, sowie bei CrossCountryTravel.de.